Ladekabel im Auto aufbewahren
Mit einer festen Routine und einer passenden Tasche bleiben Kabel, Stecker und Adapter sauber, ordentlich und schnell zur Hand.
E-Mobilität, aktualisiert am
Ein Typ-2-Ladekabel ist mehrere Meter lang, wiegt je nach Ausführung einige Kilogramm und liegt nach dem Laden oft auf nassem Asphalt. Wer es danach einfach in den Kofferraum legt, hat bald Schmutz auf dem Teppich und ein Kabelknäuel zwischen den Einkäufen. Vier Schritte machen daraus eine Routine, die keine Minute dauert.
1. Kabel nach dem Laden kontrollieren
Werfen Sie beim Abziehen einen Blick auf Kabel und Stecker. Wischen Sie sichtbaren Schmutz ab und achten Sie auf Beschädigungen an Mantel, Steckergehäuse und Kontakten.
Ein beschädigtes Kabel gehört nicht mehr an die Ladesäule. Verwenden Sie es nicht weiter und halten Sie sich an die Hinweise des Herstellers.
2. Locker und ohne enge Knicke aufwickeln
Legen Sie das Kabel in weiten, gleichmäßigen Schlaufen zusammen. Vermeiden Sie es, das Kabel zu verdrehen, scharf abzuknicken oder unter schweren Gegenständen einzuklemmen. Die Leiter im Inneren vertragen dauerhaften Druck auf einer Stelle schlecht.
Hilfreich ist, das Kabel immer in dieselbe Richtung zu wickeln. So verdreht es sich nicht, und es lässt sich an der nächsten Ladesäule in einem Zug abrollen.
3. Ladekabeltasche passend auswählen
Die Tasche sollte zum tatsächlichen Durchmesser des aufgewickelten Kabels passen. Ist sie zu klein, muss das Kabel hineingedrückt werden. Ist sie viel zu groß, rutscht es darin herum.
Achten Sie außerdem auf:
- einen robusten Reißverschluss, der sich auch mit kalten Händen öffnen lässt,
- einen stabilen Griff, der das Gewicht des Kabels trägt,
- genug Platz für Adapter oder ein zweites Kabel, falls Sie diese mitführen,
- eine Befestigung, die zum Kofferraumboden passt.
Klettflächen können auf geeigneten Kofferraumteppichen Halt geben. Sie ersetzen aber keine vorgeschriebene Ladungssicherung.
4. Feuchtigkeit und Schmutz berücksichtigen
Wer bei Regen lädt, bringt Wasser mit. Eine leicht zu reinigende Innenseite hilft, Straßenschmutz wieder loszuwerden. Schütteln Sie stehendes Wasser ab und entfernen Sie groben Schmutz, bevor das Kabel in die Tasche kommt.
Lassen Sie Tasche und Kabel zu Hause offen trocknen, wenn sie feucht geworden sind, und beachten Sie dabei die Angaben des Herstellers.
Wohin mit der Tasche?
Ein fester Platz spart Zeit an der Ladesäule. Bewährt haben sich drei Orte:
- Das Fach unter dem Kofferraumboden, sofern Ihr Fahrzeug eines hat. Das Kabel ist aus dem Weg, aber bei vollem Kofferraum schwer erreichbar.
- Der vordere Kofferraum, wenn vorhanden. Er ist auch bei voller Beladung zugänglich und trennt das Kabel vom Gepäck.
- Der seitliche Rand des Kofferraums, direkt an der Ladekante. Hier ist das Kabel am schnellsten zur Hand.
Typische Fehler
- Zu eng wickeln, damit das Kabel in eine zu kleine Tasche passt.
- Nass verstauen und die Tasche tagelang geschlossen lassen.
- Schweres auf das Kabel stellen, etwa Getränkekisten.
- Stecker ohne Schutz lose im Kofferraum liegen lassen, sodass Schmutz an die Kontakte kommt.
Häufige Fragen
Sollte ich das Ladekabel eng aufwickeln?
Nein. Wickeln Sie das Kabel in weiten Schlaufen und vermeiden Sie enge Knicke und starkes Verdrehen. Maßgeblich sind die Angaben des Kabel- oder Fahrzeugherstellers.
Darf ein feuchtes Ladekabel direkt in die Tasche?
Besser nicht. Entfernen Sie groben Schmutz und stehendes Wasser, bevor Sie das Kabel verstauen, und lassen Sie Tasche und Kabel nach der Fahrt offen trocknen.
Wie groß muss eine Ladekabeltasche sein?
So groß, dass das Kabel ohne Drücken und Knicken hineinpasst. Kabellänge, Kabeldicke und zusätzliche Adapter bestimmen den Platzbedarf.